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Mittwoch, 14. Juni 2017

Rezension zu "Blutrosen"




Hier ein paar Daten zum Buch:

Titel: Blutrosen
Autor: Monika Feth
Verlag: cbt
Preis: eBook 13,99 € / Gebunden 17,99 €
Erscheinungsdatum: 17. April 2017
Anzahl der Seiten: 512

Serie: Die Romy-Thriller





Rezension

Romy ist verliebt, und das bis über beide Ohren. Doch das Liebe auch in eine gefährliche Richtung gehen kann, merkt die junge Volontärin erst, als sie Fleur kennenlernt. Fleur lebt in einem Frauenhaus, da ihr Freund Mikael extrem und gefährlich ist. Seine Eifersucht kennt keine Grenzen und diese bringt ihn auch oft dazu, auszurasten und kriminelle Dinge zu tun.
Als Fleur endlich angekommen ist und sich langsam wieder etwas sicherer fühlt, schockt ein Mord das gesamte Frauenhaus und Fleur ist sich sicher, Mikael hat sie gefunden. Kann ihre neue Freundin Romy Fleur beschützen? Oder wird er sie wieder mitnehmen?

Das Cover zeigt eine Rose, deren Kopf blutrot ist, während der Rest des Bildes in Grautönen gehalten ist. Er wirkt sehr realistisch und echt, ein bisschen, als könnte man die Rose direkt berühren.

Romy liebt ihren Job bei der Zeitung und geht voll in ihren Reportagen auf. Sie ist mit Leib und Seele dabei und hat sich dadurch schon in die ein oder andere gefährliche Situation gebracht. Doch Romy denkt gar nicht daran, etwas an ihrer Vorgehensweise und ihrem Enthusiasmus zu ändern, sondern sie stürzt sich bereits in das nächste Abenteuer. In Fleur findet sie eine Freundin, die sie unterstützt und deren Geschichte sie sehr bewegt. Romys Freund sorgt sich um sie, da sie sich bereits in ihrem Thema verliert und nicht sachlich an den Artikel rangeht, sondern schon wieder befangen und mittendrin ist.

Fleur musste bereits ihr gesamtes Leben lang kämpfen. Sie kennt das Leben auf der Straße und weiß, wie es ist, absolut nichts zu haben. Mittlerweile lebt sie in einem Frauenhaus, doch sie fühlt sich nirgends sicher. Ständig packt sie die Angst, verfolgt zu werden. Sie ist traumatisiert und es fällt ihr schwer, ihren Platz in der Welt zu finden. Ich finde Fleur sehr beeindruckend, da sie trotz ihrer Vergangenheit, oder vielleicht gerade deswegen, nicht aufgibt, sie mutig ist und Kampfgeist zeigt.

Mikael hat eine extrem psychopathische Art an sich. Er ist besitzergreifend, beängstigend und nicht zu stoppen. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er dies durch, ohne Rücksicht auf Verluste. Gerade diese Eigenschaft macht ihn besonders gefährlich.

Bert Melzig war von Anfang an mein Lieblingsprotagonist. Der Kommissar arbeitet sehr routiniert, sorgfältig und ist clever. Sobald er an einem Fall dran ist, gibt es für ihn nur noch eines - den Täter finden und den Fall klären, koste es, was es wolle. Dabei ist Bert Melzig aber nicht nur ein professioneller Polizist, sondern auch ein liebevoller, herzlicher Mensch. Er wirkt sehr väterlich, hat eine sanfte Seite und ein großes Herz.

Aufwühlend, ergreifend und nervenzerreißend, ein neuer Romy-Thriller, der unter die Haut geht.

5 Sterne

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