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Montag, 26. Juni 2017

Rezension zu "Selkie"

"Selkie" ist der übersinnliche, empfehlenswerte Debütroman von "Antonia Neumayer".



Hier ein paar Daten zum Buch:

Titel: Selkie
Autor: Antonia Neumayer
Verlag: Heyne
Cover: Das Illustrat GbR
Preis: eBook 9,99 € / Taschenbuch 12,99 €
Erscheinungsdatum: 10. April 2017
Anzahl der Seiten: 512






Rezension

Die Geschwister Kate und Gabe leben auf einer kleinen Insel, auf der sie ein friedliches, geordnetes Leben führen. Als eines Tages 3 fremde Männer im Hafen auftauchen und ihren Bruder Gabe mitnehmen wollen, weiß Kate nicht mehr, wo oben und unten ist. Diese Männer bedeuten Ärger und die junge Frau sieht gar nicht ein, dass die Männer ihr Gabe wegnehmen. Um ihren Bruder zu retten, schleicht Kate sich heimlich auf das Boot der Fremden. Dort wird sie von dem geheimnisvollen Ian entdeckt, dann fällt ein Schuss und Ian und Kate flüchten ins Meer. Wie hätte Kate ahnen können, dass mit der Ankunft der fremden Männer ein Abenteuer für sie beginnt, welches alles, was sie bisher über ihre Insel und die Familie wusste, durcheinanderwirbelt.

Das Cover zeigt ein Mädchen unter Wasser. Sie wirkt zum einen, als würde sie sich wohlfühlen, doch sie streckt auch einen Arm nach oben, um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Im Hintergrund ist eine kleine Insel mit einem Leuchtturm zu sehen und weit und breit nichts anderes als das offene Meer.

Kate liebt ihren Bruder über alles und sie würde auch alles für ihn tun. Daher begibt sie sich in große Gefahr, um Gabe zu retten. Mit ihren Aktionen, die oftmals sehr spontan, und damit leider mehr als gewagt sind, beweist sie Mut und Stärke. Kate wächst mit jeder weiteren Aufgabe und lässt sich selten aus der Ruhe bringen. Es fällt ihr jedoch schwer, ihren Platz zu finden und sich zu entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Und die Geheimnisse, die sie lüftet, machen die Entscheidung nicht gerade einfacher.

Ian ist sehr rätselhaft. Wie aus dem Nichts rettet er Kate das Leben, doch wie war das möglich? Er scheint besondere Fähigkeiten zu haben, die er gut zu verstecken weiß und gerade das macht ihn auch so mysteriös. Ian weiß genau, was er sagen muss, um andere Menschen zu überzeugen und schreckt dabei vor einer Lüge auch nicht zurück. Ich muss zugeben, dass er mir manchmal ein wenig Angst macht, weil ich ihn schwer einschätzen kann.

Gabe und seine Schwester waren bisher immer unzertrennlich und haben sich blind verstanden. Seit er bei den Saighdear angeheuert hat, ist er wie ausgewechselt. Kate erkennt ihren Bruder kaum wieder, und es scheint Gabe nicht einmal annähernd zu interessieren. Ich verstehe, wieso er zu den Saighdear gegangen ist, aber wirklich sympathisch ist er mir nicht.

Eine besondere, einzigartige und mitreißende Geschichte, die mich gefesselt hat.

5 Sterne